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From Xenakis’s UPIC to Graphic Notation Today

UPIC, das steht für Unité Polyagogique Informatique du CEMAMu. So technisch diese Bezeichnung zunächst anmuten mag, so magisch ist dieser Apparat. Denn hier geht es um nicht weniger als die Übersetzung von Visualität in Form von Zeichnungen in komponierte Musik. Die digitale Wundermaschine wurde in den späten 1970er-Jahren von dem Komponisten Iannis Xenakis entwickelt. Ihr Wert als Musikinstrument wird noch übertroffen von ihrer historischen Bedeutung. Sie bildet einen bedeutenden Ursprung grafischer Notationssysteme, die aus der zeitgenössischen Musik kaum noch wegzudenken sind. Die Publikation folgt dieser bahnbrechenden Geschichte. Sie zeigt die ingeniösen Anfänge des UPIC zusammen mit den daraus hervorgegangenen, heutigen Notationstechniken anhand ihres reichen Text- und Bildmaterials. Via QR-Codes kann man sich zudem selbst ein Klangbild von UPIC-Kompositionen machen.
IANNIS XENAKIS (1922–2001) kann man auch als »Klangarchitekten« bezeichnen. Bevor sich der Komponist der Musik verschrieb, absolvierte er ein Ingenieurstudium in Athen. So verwundert es nicht, dass mathematische, geometrische und architektonische Prinzipien vielen seiner Stücke zugrunde liegen.


Hertz-Labor Hg. (Peter Weibel, Ludger Brümmer, Sharon Kanach)
From Xenakis’s UPIC to Graphic Notation Today
Hatje Cantz, 2020, 978-3-7757-4741-7
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